Interview mit Tim Friedli

    Unser neuster Schiedrichter Tim Friedli hat die Schiedsrichterprüfung mit Bravour bestanden und lässt uns in diesem Interview einen Blick hinter seine Person und die Kulissen seiner Arbeit werfen.

     

    Zu Deiner Person:

    1. Dein Geburtsdatum
    09.05.2003

    2. Dein Spitzname im Team
    Friedli

    3. Deine Grösse / Gewicht
    1,78m/62kg

    4. Wo wohnst Du
    In Gipf-Oberfrick

    5. Was bist Du von Beruf
    Lehrling als Laborant EFZ Fachrichtung Chemie mit Berufsmatur

     

    Handballsport:

    6. Welche Position spielst Du
    Kreisläufer und Kapitän von der U17

    7. Seit wann bist Du beim TSV Frick
    Seit Sommer 2015

    8. Was hat Dich bewogen Schiedsrichter zu werden?
    Die Freude am Handballsport, weil ich mich schon öfters über Schiedsrichter aufgeregt habe und mir dabei gesagt habe ich soll es zuerst besser machen.

    9. Welche Ziele hast Du als Schiedsrichter und Spieler?
    Als Schiedsrichter wäre das Ziel einmal Champions League Spiele zu leiten und als Spieler möchte ich weiterhin viel Spass haben, mich konstant verbessern und möglichst gute Leistungen erbringen.

    10. Wie hast Du Dich auf die Prüfung vom Schiedsrichter vorbereitet?
    Mir wurden 100 Fragen zugestellt, von denen 30 am Regeltest abgefragt wurden. Jede Frage hatte mehrere Antwortmöglichkeiten, von denen beliebig viele richtig sein konnten, vergleichbar mit dem Test bei der Fahrprüfung. Zuerst las ich die Fragen durch und beantwortete sie im Kopf, danach beantwortete ich sie schriftlich und markierte mir die schwierigen Fragen, oder die Fragen, bei denen ich Fehler hatte. Diese Fragen habe ich mir dann noch vertieft angeschaut.

    Da möchte ich Dir gratulieren, du hast ja den Test souverän mit 0 Fehlern bestanden.

    11. Wer ist im Verein Deine Ansprechperson
    Wenn ich ein Anliegen oder ein Problem habe kann ich Beat Grob (Fätze) immer um Rat fragen.

    12. Was würdest Du einem neuen Einsteiger als Schiedsrichter mit auf den Weg geben?
    Er soll Freude am Handballsport haben und soll von seinen Entscheidungen und Leistungen überzeugt sein. Er soll ein gutes Selbstvertrauen haben und sich nicht von Spielern, Trainern, Publikum oder anderen Einflüssen aus der Ruhe bringen lassen. Zudem sollte er mit Stresssituationen zurechtkommen und, egal was passiert, neutral bleiben und seine Linie durchziehen.

    13. Wie läuft bei Dir Dein Einsatz als Schiedsrichter ab? Informierst Du Dich über die Gegner oder dessen Spieler?
    Ich erhalte meine Einsätze im VAT (Vereins-Admin-Tool) und sehe dort gleich die Begegnung und in welcher Liga sie stattfindet. In der Woche vor dem Spiel sehe ich mir dann die Tabellensituation und die Spielerstatistiken an und schaue ob es Spieler gibt, die z.B. durch viele Tore oder Strafen, auffallen. So kann ich das bevorstehende Spiel ein wenig einschätzen, mich dementsprechend mental darauf vorbereiten und am Spieltag mit einem guten Gefühl zur Halle fahren. Was dann aber genau auf der Platte abgeht kann man nie sagen, der Handball schreibt teilweise die schönsten Geschichten.

    14. Wer sind Deine Sportlichen Vorbilder? Muss nicht nur Handball sein.
    Als Handballspieler bewundere ich definitiv Patrik Wiencek vom THW Kiel. Er ist ein überragender Abwehrspieler, der gleichzeitig aber auch über grosse offensive Qualitäten verfügt. Wenn ich einen Nichthandballer nennen müsste wäre es der Fussballer Sergio Ramos. Als erfahrener und abgebrühter Captain beeindruckt er seine Mitspieler und Gegner. Er ist ein gefürchtetes Alphatier, welches jede Mannschaft gerne im Team hätte. Dazu ist er sehr vielseitig und ist als Verteidiger auch im Angriff brandgefährlich.

    Aus der Sicht des Schiedsrichters gefällt mir das Schweizer Spitzenpärchen Arthur Brunner/Morad Salah, die in der NLA und auf internationaler Ebene überzeugen. Ich mag es ihnen zuzuschauen, da sie ihre Spiele sehr souverän und mit wenigen Fehlern leiten. Zudem haben sie auf dem Feld eine sympathische und ruhige Ausstrahlung, was sich meiner Meinung nach positiv auf das Spiel auswirkt.

     

    Privates:

    15. Was ist Dein Lieblingsbuch / Lektüre
    Ich habe momentan nicht sehr viel Zeit, um zu lesen, aber Harry Potter hat mir sehr gefallen.

    16. Mein bevorzugtes Ferienziel ist?
    Das finde ich schwierig zu sagen, denn eigentlich möchte ich einfach möglichst viel und möglichst viel Verschiedenes von der Welt sehen. So merke ich dann wo es mir am besten gefällt.

    17. Mein Lebensmotto lautet?
    Mach’s mit Freude, Liebe und Überzeugung, aber nicht allein, denn nur so erreichst du das Ziel.

     

    Spontane Fragen:

    18. Fasnacht?
    Bedeutet mir nichts.

    19. Blau?
    Meine Lieblingsfarbe.

    20. Muskelkater?
    Ein Muss nach einem harten Training.

    20. Andy Schmid
    Weltklasse Schweizer Spieler, der die Übersicht und das Kreisspiel auf ein neues Level bringt.

    21. Atemlos?
    Wenn du im Sport so kämpfst und dich verausgabst, dass du so ausser Puste bist und praktisch keine Luft mehr bekommst.

     

    Danke Tim, dass Du uns einen Einblick in dein «Handballleben» gegeben hast und wünschen Dir eine gute Schiedsrichterkarriere.


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